Vertreterbestellung

Eine Vertreterbestellung ist dann erforderlich, wenn die Rechtsanwältin / der Rechtsanwalt länger als eine Woche daran gehindert ist, ihren / seinen Beruf auszuüben bzw. sich länger als eine Woche von der Kanzlei entfernt. Typische Fälle sind Krankheit, Urlaub oder eine sonstige Abwesenheit.

Wenn ein Anwaltskollege aus demselben Kammerbezirk die Vertretung übernehmen soll, kann die Rechtsanwältin / der Rechtsanwalt den Vertreter selbst bestellen. Der Rechtsanwaltskammer ist die Vertreterbestellung dann lediglich anzuzeigen (§ 53 Abs. 6 BRAO). In anderen Fällen, etwa wenn ein Anwaltskollege aus einem anderen Kammerbezirk, ein Assessor oder ein Referendar zum Vertreter bestellt werden soll, kann der Vertreter nur auf Antrag von der Rechtsanwaltskammer bestellt werden. Für die Bestellung eines solchen amtlichen Vertreters durch die Rechtsanwaltskammer ist eine Gebühr in Höhe von aktuell 25,00 Euro zu entrichten.

Dem Vertreter stehen die anwaltlichen Befugnisse des Rechtsanwalts zu, den er vertritt (§ 53 Abs. 7 BRAO).

Die Tätigkeit des Vertreters ist nach § 53 Abs. 9 BRAO durch den Vertretenen zu vergüten.

Weitere Einzelheiten zur Vertreterbestellung sind in § 53 BRAO geregelt.