Berufsbild

„Eine mit Recht interessante Ausbildung“

Die Ausbildung zur/zum Rechtsanwalts- bzw. Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten bietet einen zukunftssicheren, abwechslungsreichen und modernen Büroberuf mit guten Aufstiegsmöglichkeiten. Rechtsanwälte und Anwaltsnotare benötigen die gezielte Unterstützung qualifizierter Fachangestellter bei der Erledigung ihrer Beratungs- oder Vertretungsaufträge von Mandanten oder der Beurkundung für die Beteiligten bedeutsamer Verträge.

Einen Einblick in das Berufsbild und die vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten nach der Ausbildung vermittelt die Informationsseite der Bundesrechtsanwaltskammer „recht clever“.  

Darüber hinaus bietet ein Praktikum eine gute Gelegenheit, einen ersten Eindruck vom Berufsalltag in einer Kanzlei zu gewinnen. Angebote für Praktika finden sich unter Stellenmarkt Praktikum.

Die Ausbildungsberufe „Rechtsanwaltsfachangestellte/r“ bzw. „Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r“ sind anerkannte Ausbildungsberufe im dualen System. Im Rahmen einer grundsätzlich 3-jährigen Ausbildungszeit werden sowohl praktische Kenntnisse bei einem Rechtsanwalt oder Anwaltsnotar  vermittelt, wie auch berufstheoretische Kenntnisse in der Berufsschule. In der Regel zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres ist eine Zwischenprüfung zur Ermittlung des Ausbildungsstandes abzulegen. Die Ausbildung wird durch die erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussprüfung beendet. Verkürzungen der Ausbildungszeit sowie Ausbildung in Teilzeit sind möglich.

Der Ausbildungsberuf ist zum 01.08.2015 modernisiert und den technischen Entwicklungen in den Kanzleien angepasst worden. Die neue Ausbildungsverordnung nebst Ausbildungsrahmenplan gilt für alle Berufsausbildungsverhältnisse, die ab diesem Zeitpunkt beginnen. 

Im Rahmen der betrieblichen Ausbildung sollen künftig der Mandanten- oder Beteiligtenbetreuung mehr Bedeutung zukommen. Die Grundzüge des Wirtschaftsrechts sollen vermittelt und die Entwicklungen im elektronischen Rechtsverkehr berücksichtigt werden. Zudem soll dem zunehmenden grenzüberschreitenden Rechtsverkehr u. a. durch die Vermittlung von Grundzügen des Europarechts und von englischen Sprachkenntnissen Rechnung getragen werden. Im schulischen Bereich der Ausbildung werden künftig nicht mehr „Fächer“ unterrichtet, sondern im Rahmen von „Lernfeldern“ gesamte Handlungsbereiche vermittelt. 

Weitere Informationen zum Ausbildungsverlauf und den Anforderungen in den Prüfungen enthält die Ausbildungsverordnung. Der Ausbildungsrahmenplan enthält alle Informationen zum Ablauf der praktischen Ausbildung in der Kanzlei.